MS-Fahrt: Seit mehr als 30 Jahren unterstützen wir Menschen in unserer Region, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Einmal im Jahr organisieren wir eine Schifffahrt auf dem Rhein für ca. 120 MS-Kranke. Für die Erkrankten ist es immer wieder ein schönes Erlebnis. Die Gespräche mit anderen Betroffenen und den betreuenden Lionsfreunden ist für sie eine willkommene Abwechslung, spendet Trost und gibt neue Kraft. Bei dieser Aktivität werden wir von benachbarten Lions Clubs unterstützt, die sowohl bei der Betreuung auf dem Schiff helfen, als auch einen Teil der Kosten übernehmen. 


Siebenbürgen-Activity: Auch dies ist eine Dauer-Activity, die sich in zwei Bereiche aufteilt.

  • Seit vielen Jahren unterstützen wir bedürftige Menschen in Siebenbürgen/Rumänien im Rahmen der sog. "Winterhilfe". In der Nähe von Hermannstadt (heute: Sibiu) leben noch eine Reihe von Angehörigen der Minderheit der sog. "Siebenbürger Sachsen".  Da die jungen Menschen nach der Wende Anfang der 90-er Jahre fast komplett das Land verlassen haben, besteht diese Minderheit fast ausnahmslos aus alten Menschen, die von einer kleinen Rente leben. Diese ist allerdings so knapp  bemessen, dass das Geld im Winter nicht reicht, um die Wohnungen ausreichend zu beheizen, oder notwendige Arzneimittel zu kaufen. Eine deutsche evangelische Pfarrerin, die wir persönlich kennen, betreut und unterstützt diese Menschen. Wir haben daher Gewissheit, dass die von uns zur Verfügung gestellten Finanzmittel zu 100 Prozent bei den Bedürftigen ankommen.
  • Ausstattung von Kindergärten: Bei einer Reise des Lions Clubs Vortaunus nach Siebenbürgen konnten die Mitglieder sich auch vor Ort davon überzeugen, was mit den in den Vorjahren zur Verfügung gestellten Mitteln in den Kindergärten in Hermannstadt realisiert werden konnte. Über die vergangenen Jahre haben wir die Kindergärten mit mehr als 30.000 € unterstützt.

Seit Beginn des Schuljahres 2016 finanziert der Lions Club Vortaunus eine FSJ-Stelle an der Theodor-Heuss-Schule für die Intensivklasse für den Deutschunterricht von Flüchtlingskindern. Die junge FSJ-lerin unterstützt die Lehrerin maßgeblich bei der schwierigen Aufgabe, ausländischen Kindern - aus verschiedenen Ländern, unterschiedlichen Alters und ganz unterschiedlicher Schulkarrieren in den Herkunftsländern - die deutsche Sprache zu vermitteln. Ziel ist es, durch den schnellen Spracherwerb, die Integration in die eigentlichen Klassen zu beschleunigen, bzw. hierfür die Grundlagen zu legen. Die Kosten belaufen sich pro Schuljahr auf ca. 6.000 €.


Klasse 2000: Bei dieser Dauer-Activity handelt es sich um ein Programm an der Grundschule in BS-Neuenhain zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung. Wir finanzieren Lehrmaterialien, die von den Lehrern aller Grundschulklassen eingesetzt werden, um diese wichtigen Lerninhalte optimal zu vermitteln. 


Lions Quest: Auch dies ist eine Dauer-Activity: Hier finanzieren wir Fortbildungsveranstaltungen von Lehrern der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach. Es geht hierbei um die Themen Konfliktlösung und Gewaltprävention und wie diese den jugendlichen Schülern im Unterricht optimal vermittelt werden können. 


Schwarzer Löwe: seit 2001 nahezu jährlich. Preisträger sind Persönlichkeiten aus unserem Umfeld, die sich in vorbildlicher Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. In einem freiheitlich demokratischen Staat ist die Gestaltung bestimmter Lebensbereiche der Initiative und dem Engagement der Bürger überlassen. Diese schließen sich zusammen, um Aufgaben zu übernehmen und zu gestalten, die einen wichtigen Teil unseres Lebens ausmachen. Diese Aufgaben sind sehr vielfältiger Natur, sie betreffen vor allem den kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich. Meist organisiert man sich in Vereinen oder Selbsthilfegruppen, die bestimmte Aufgaben übernehmen, sich selber verwalten und finanzieren. Diese Gruppierungen leisten der Gesellschaft einen unermesslichen Dienst und entlasten die staatlichen Stellen. Das Leben wäre erheblich ärmer, grauer und unpersönlicher, wenn es diese Einrichtungen nicht gäbe. Hinter allen Gruppierungen stehen Menschen, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren, ihre Freizeit zur Verfügung stellen und doch fröhlich ihren Beitrag zum Gelingen des gemeinsamen Werkes leisten.

Der Lions Club Vortaunus hat erkannt, daß das ehrenamtliche Handeln in unserer Zeit immer wichtiger wird und man den engagierten Bürgern nicht genug Respekt und Anerkennung zollen kann. Es wurde daher beschlossen in jedem Jahr einen besonders engagierten Bürger oder Bürgerin der Region für seine/ihre Verdienste an der Gesellschaft und den besonderen Einsatz mit dem „Schwarzen Löwen“ zu ehren. Der Lions Club Vortaunus will mit dem Schwarzen Löwen ein Zeichen setzen: gegen Egoismus, für mehr Verhaltensorientierung am Dienst für die Gemeinschaft. Die öffentliche Vergabe des Preises soll Menschen dazu anregen, es den ausgezeichneten Vorbildern nachzutun.

"Ziel ist es, mit dem Schwarzen Löwen ein wenig dazu beizutragen, dass Gemeinwohl-Verpflichtung wieder als eine gesellschaftlich notwendige und zugleich persönlich bereichernde Verhaltensmaxime wahrgenommen und praktiziert wird".

Die Ehrung besteht aus einer kleinen Steinskulptur als äußeres Zeichen und einem Betrag von ursprünglich €1.000 (ab 2018 € 2.000), der an eine gemeinnützige Organisation, nach Wahl des/der Geehrten, überwiesen wird. Die Figur wurde von einem jungen Bildhauer aus Simbawe im Rahmen einer umfassenden Steinkunst-Activity des Lions Clubs hergestellt.

Die Preisträger bisher waren:

- Eberhard Preis (posthum) für sein Engagement für Bad Soden und den Lions Club
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Thea Mirwald für ihre Verdienste um den Aufbau der Hospizstation in Bad Soden
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Herr Gerlowski
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Frau Renate von Metzler und Frau Ursula Stryj für ihre verdienstvolle Arbeit in der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, auch stellvertretend für all die ehrenamtlichen Helfer
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Werner Hiestand für seine Partnerschaft mit dem Lions Club im Rahmen unserer Wein-Activity
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Oswald Bommel für seine Initiative und sein Engagement für indische Kinder
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Ursula Dillmann für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit beim ESSC
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Pfarrer Paul Schäfer für seine Verdienste als Seelsorger in Bad Soden
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Pfarrer Klaus Spory und Hans-Joachim Rau für ihre Initiative und ihr Engagement bei der Gründung der Schwalbacher Tafel
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Rudolf von Nolting für seine Verdienste um das Heimatmuseum Bad Soden
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Reinhild Fassler-Linder
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Dr. Walter Prinz für seine 16-jährige ehrenamtliche Betreuung von Obdachlosen